Gastbeitrag zur European Babywearing Week: Freundinnen durchs Tragen

Es war einer der ersten kühlen Herbstmorgen letztes Jahr an dem Elena einlud, um ihre Urlaubstragen zu testen. Das habe ich natürlich sehr gerne mitgemacht. Das Wetter spielte fantastisch mit und ich durfte das erste Mal eine Halfbuckle testen (sehr bequem!). Eine der anderen Testerinnen kannte ich durch einen Zufall schon und so kamen wir schnell ins Gespräch. Das Thema? Kann man sich denken oder? Tragen, Tücher, Stoffwindeln. Welche Tücher sind am schönsten, welche am schwersten und wie viele kann man besitzen, bevor man von Außenstehenden als seltsam abgestempelt wird.

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Elena: Dieses innige Bild entstand unter anderem am besagten Herbsttag

Eines der Mädels versetzte mich in ultimatives Erstaunen. Sie hat wirklich JEDE Trage und JEDES Tuch angefasst und die Haptik bewertet. Vollkommen fassungslos hörte ich wie viele Tragen und Tücher sie besitzt. Man kann mehr als eine Trage besitzen?! Voll neuer Eindrücke fuhr ich mit meinem Giggle Pea wieder nach Hause und begann auf die Fotos zu warten. Das erste Foto kam und da war sie wieder. Die Mutti mit den Tüchern. Julia. Endlich wusste ich den Namen, nachdem ich mich im Wald nicht getraut hatte ein zweites Mal zu fragen. Sofort schrieb ich Julia eine Nachricht, deren Inhalt etwa lautete: „dürfte ich wohl mal deine Halfbuckle testen??“ Natürlich durfte ich. Giggle Pea wurde ins Auto geräumt und ich besuchte mit ihm eine fast völlig fremde Frau. Julia nahm mich mit ihrer Gelassenheit sofort für sich ein. Ich habe nicht nur ihre Trage getestet, sondern auch gefühlt 8 Tücher und 20 Scraps aus Tragetuchstoff angefummelt. (Jemand zerschneidet seine Tragetücher????!!!!)

Mit rotem Kopf und ganz leise fragte ich irgendwann: „HabauchnTuch. Aberichkannsnichbinden… hilfsdumir?“ Ein herzliches Lachen, ein peinliches Verführen meiner „Tuchkünste“ später, verkündete Julia sie habe mein Problem gefunden und half mir das erste mal die Wickelkreuztrage so zu binden, dass Giggle Pea es auch wirklich drin aushalten konnte. „üben, üben, üben“, bekam ich mit auf den Weg, nachdem mein kleines Baby noch spontan seinen Mageninhalt über ihr schickes Tuch ergossen hat…. Zum Glück war sie mir nicht böse und ist in meinem Leben geblieben.

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Mittlerweile haben wir unzählige Gemeinsamkeiten entdeckt, viele Kannen Kaffee getrunken und ich weiß, dass da jemand ist auf den ich mich verlassen kann. Tragen ist so eine schöne Art neue Mütter kennenzulernen. Und es klingt kitschig bis zum Erbrechen, aber ich bin froh, dass Julia in meinem Leben ist. Von ihrer Gelassenheit möchte ich mir gleich eine dicke Scheibe abschneiden. Nie, NIE hätte ich gedacht, dass Tragen einen so großen Teil in meinem Leben einnimmt. Daran sind genau drei Menschen Schuld. Meine Hebamme, Wickelakrack und eben Julia. Ein Shoutout an euch für eure Großartigkeit. Tragen verbindet!

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