Kulturelli durch Oldenburg

Kulturelli durch Oldenburg

Wer meine Instagram Stories regelmäßig verfolgt, konnte uns vor einiger Zeit bereits ein Stück begleiten: auf unserer Kulturelli durch Oldenburg. Zusammen mit meinen beiden Töchtern habe ich in ihrer letzten Ferienwoche die gesamte Stadt erkundet. Über 50 km waren wir insgesamt unterwegs.

Erster Stopp unserer Kulturelli: die große Bronze Statue "Wünschelrutengänger" vor dem Gebäude der Landeszentralbank Oldenburg
Hier galt es ein recht kleines Detail zu entdecken.

Als Familie sind wir immer auf der Suche nach Aktivitäten, die a) kostenlos oder günstig sind und insbesondere seit Corona b) im Freien stattfinden. Radtouren gehören ohnehin zu unseren liebsten Familienaktivitäten. Kein Wunder, können es sich die Kinder im Lastenrad bequem machen und sich umschauen – und ich strampel!

Vorbereitung auf die Kulturelli

Für unsere Kulurrallyes (die Kulturelli ist so umfangreich, dass man hier mehrere Tage aktiv sein kann) haben wir uns gut vorbereitet. Mit Proviant, dem Manifest, welches wir kostenlos beim Lappan bekamen, Notizblock und Stift fuhren wir am ersten Tag los.

Das Manifest der Kutlurelli, Notizblock und Provain im Korb im Lastenrad.
Lastenrad gepackt und los!

Und so begann die erste mehrstündige Radtour. Zuvor hatte ich ein paar Orte, an denen Rätsel oder Aufgaben auf uns warteten in der Touren App Komoot eingetragen. So hatte ich eine vorgefertigte Route in einer für mich passenden Länge, was wirklich sehr hilfreich war! An meinem Fahrrad habe ich eine Handyhalterung und wurde so navigiert. Ohne das wäre es für mich tatsächlich schwierig gewesen. Parallel haben die Kinder auf der Karte geguckt, welches unser nächstes Ziel auf der Strecke ist.

Ein Stück veganer Käsekuchen  vor grüner Kulisse.
Gelegenheit für eine Pause gab es an vielen Streckenpunkten, hier im Schlossgarten.

Wie uns die Kulturelli gefallen hat

Was richtig prima war: obwohl wir seit Jahren hier wohnen und die meisten Orte auf der Karte kannten, war unfassbar viel Neues für uns dabei. Viel zu selten nimmt man sich die Zeit, genauer hinzuschauen.

Nur Weniges war zu schwierig, aber insgesamt war das Niveau perfekt, um sich einerseits nicht zu langeweilen (weil man alles schon kennt oder sofort errät/entdeckt) und andererseits nicht frustriert zu sein, weil es unlösbar ist.

Die Fassade eines Mehrfamilienhauses warf bei der Kulturelli Rätsel auf.
Das war schwierig! Aber M2 hatte nach langem Überlegen DIE Idee!

Die Aufgaben sind abwechslungsreich. Mal konnte man kreativ werden, andere Male musste man grübeln oder etwas suchen. Und auch für M3, die noch nicht flüssig lesen kann, gab es ausreichend zum Mitmachen.

In einer zu einer Büchertauschstation umfunktionierten Telefonzelle konnte zur Kulturelli gestempelt werden.
Stempeln macht immer Spaß!

Die einzelnen Entdeckungen boten unfassbar viel Gesprächsstoff. Über historische Monumente zu spannenden Abbildungen der jüngeren Kulturgeschichte war alles Mögliche dabei.

Im Rahmen der Kulturelli entdeckt: Eine Abbildung des Landschaftsmalers Bob Ross im Stil einer Minecraft Figur (verpixelt).
Moderne Kunst?

Für meine Kinder (5 und 8) gab es viel zu lernen. Und auch für mich! Sogar weit über die eigentliche Rallye hinaus gab es noch viel Gesprächsstoff oder z.B. auch Dinge, die wir zuhause mit Videos thematisch vertieft haben. Hier hätte man noch deutlich mehr Zeit für einplanen und die Orte auf weitere Tagesrallyes aufteilen können.

Macht die Kulturelli – noch bis 15.9.

Ich könnte mich jetzt ärgern, dass wir nicht längst mitgemacht haben (ich hatte davon bereits vor einiger Zeit auf dem Instagram Kanal von Eva vom Oldenburg Blog gelesen). Aber sich ärgern hilft ja auch nichts.

Nutzt dieses und nächstes Wochenende und macht euch auf eine tolle Entdeckungsreise durch unser schönes Oldenburg. Auch wer weiter weg wohnt, kann mit der Fußgängervariante rund um und durch die Innenstadt einen lehrreichen, interessanten Tag hier verbringen.

Das Oldenburger Schloss wurde für die Kulturelli von uns genauer beäugt.
Vielleicht schaut ihr euch das Schloss in Oldenburg mal gaaaanz genau an!

Meinen Kindern hat es mit dem Rad mehr Freude gemacht. Zu Fuß war es ihnen nach einiger Zeit zu anstrengend und durch die Menschenmengen in der Stadt haben wir den Bereich gemieden. Aber auch um die Stadt herum haben wir nochmal tolle Entdeckungen gemacht, die wir die letzten Jahre übersehen haben.

Danke!

Meinen größten Dank an die Organisator:innen und Sponsor:innen. Über diese tolle Zeit, die ich meinen Kindern hatte hinaus gibt es auch noch die Möglichkeit mit der Abgabe des Manifest bis 15.9. einen von vielen tollen Gewinnen zu ergattern. Aber das ist für uns tatsächlich nebensächlich. Wir hatten so viel Freude – das war ohnehin völlig lohnenswert.

Die Kulturelli führe uns dicht an die Hunte (Fluss in Oldenburg) unter eine Autobahnbrücke.
Auch in dieser wunderschönen Kulisse galt es ein Rätsel zu lösen.

Wir wollen auf jeden Fall noch ein paar ausgelassene Ziele ansteuern, wenn wir unsere Manifest nach der Gewinnauslosung wieder abholen. Das Meiste bezieht sich auf Gebäude, Statuen oder sonstige Kuriositäten, die immer zu finden sind. Nur Weniges ließ sich nur mit einem vorhanden Aushang des Orgateams lösen.

Alle Informationen zur Kulturelli findet ihr auf der offiziellen Homepage und auf Instagram.

Achtung: Wer sich inhaltlich nicht (weiter) spoilern lassen will, scrollt jetzt nicht weiter.

Unsere Highlights / Neuentdeckungen durch die Kulturelli in Oldenburg

Eine braune verformte Glasflasche sah man beim Glaswerk.
Bei einem Regenschauer haben wir die Gelegenheit genutzt, die kleine Ausstellung im Glaswerk Oldenburg (heute ein richtiger schicker Co-Working Space) zu besuchen. Wieder was gelernt!
Die Kinder stehen unter einem Baum und Winken.
Den „Auf Wiedersehen Baum“ fanden die Kinder toll!
Oben an der Fassade eines Gebäudes sind Schlangen zu sehen, was uns ohne die Kulturelli nie aufgefallen wäre.
Diese Schlangen mussten wir etwas suchen. Umso stolzer waren wir, als wir sie endlich gefunden haben!
Die Kinder stehen unter einem großen Bogen, der aussieht wie bunte Spielbauklötze.
Sehr zur Freude der Kinder führten uns manche Aufgaben an Oldenburgs besten Spielplätze.
Mit viel Glück haben wir auf unserer Kulturelli eine Schildkröte auf einem Stamm im Wasser entdeckt.
Dass im Dobbenteich eine Schildkröte (oder gar mehrere) lebt, wussten wir noch nicht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich erkenne die Datenschutzbestimmungen an!